Schadet Kuhmilch unserer Gesundheit?

Über kursierende Gerüchte und deren Wahrheitsgehalt

Der Konsum von Milch ist ein umstrittenes Thema. Gilt sie für die einen als gesund und ist sie aus deren täglichen Ernährung nicht wegzudenken, so wird sie von anderen als „weißes Gift“ bezeichnet, das für eine Vielzahl von gesundheitlichen Problemen verantwortlich gemacht wird.

Lange Zeit galt Milch als Allheilmittel. Kinder tranken ihre Milch in der Hoffnung groß und stark zu werden. Heiße Milch mit Honig wurde bei Einschlafschwierigkeiten oder kratzendem Hals verordnet. Außerdem war allseits bekannt, dass das in der Milch enthaltende Calcium gut für Knochen und Zähne sei.

In den letzten Jahren wurden jedoch vermehrt andere Stimmen laut: Kuhmilch sei gar nicht so gesund. Sie mache nicht nur dick, fördere das Auftreten von Akne, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern auch die Entstehung von Krebs. Milch, so heißt es, sei für das schnelle Wachstum von Säuglingen konzipiert und die wachstumsstimulierende Wirkung wirke sich daher negativ auf die Gesundheit des erwachsenen Menschen aus.

Milch macht dick und erhöht das Krankheitsrisiko

Ja, Kuhmilch hat einen relativ hohen Gehalt an gesättigten Fettsäuren. Bei Vollmilch mit einem Fettanteil von 3,5%, liegt der Gehalt an gesättigten Fettsäuren bei 2g pro 100g. Es wird davon ausgegangen, dass gesättigte Fettsäuren das LDL-Cholesterin im Körper ansteigen lassen, was wiederum mit einem erhöhten Auftreten von Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert wird.

Des Weiteren soll es einen Zusammenhang zwischen dem Milchkonsum und der Entstehung von Diabetes und Krebs geben.

Um diesen Behauptungen auf den Grund zu gehen, befassten sich Forscher des Max-Rubner-Instituts mit zahlreichen Forschungsergebnissen zum Gesundheitswert von Milch. Aus ihrem Bericht geht hervor, dass häufiger Milchkonsum das Erkrankungsrisiko von Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfällen und Dickdarmkrebs nicht steigere, sondern sogar senke.

Als mögliche Ursache für den diesen positiven Effekt wird das einzigartige Fettsäuremuster der Milch diskutiert, das aus bis zu 400 unterschiedlichen und z.T. sehr selten vorkommenden Fettsäuren besteht.

Milch fördert Akne

Wachstumshormone wie Insulin und das in der Milch enthaltene IGF-1 stimulieren das Zellwachstum und werden daher mit der Pathogenese von Akne in Verbindung gebracht. Für eine vermehrte postprandiale Insulinausschüttung ist vor allem die hohe glykämische Last der Lebensmittel unserer westlichen Ernährung verantwortlich. Solche Lebensmittel sind u.a. Weißbrot, Pommes, Chips, Pizza, Schokolade und andere Süßwaren. Je höher die glykämische Last einer Mahlzeit, desto stärker steigt der Insulinspiegel nach dem Essen an. Es wird angenommen, dass Wachstumshormone, wie Insulin, über komplexe Signalwege die Pathogenese von Akne fördern. Milch- und Milchprodukte enthalten von Natur aus das Wachstumshormon IGF-1 und auch Fett und Fleisch fördern die Ausschüttung von Insulin und IGF-1.

Wie groß der Einfluss der Ernährung und im speziellen der Milch auf die Entstehung bzw. den Verlauf von Akne ist, steht jedoch noch offen. Klar ist, dass Akne in erster Linie durch das Auftreten des Bakteriums Propionibacterium acnes, Entzündungsprozessen, einer vermehrten Talgproduktion sowie einer Verhornungsstörung der Talgdrüsen ausgelöst wird.

Sexualhormone in der Milch fördern Brustkrebs

Auch die These, dass in der Milch enthaltene Sexualhormone, wie Östrogen und Progesteron, an der hohen Brust- und Prostatakrebsrate der westlichen Bevölkerung schuld sei, wird häufig vertreten. Sowohl Östrogen als auch Progesteron sind weibliche Sexualhormone, die vor allem in den Eierstöcken gebildet werden. Die Bildung dieser Hormone unterliegt natürlichen Schwankungen, so schüttet die Kuh z.B. kurz vor der Geburt eines Kalbes vermehrt Progesteron aus.

Eine Stellungnahme des deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) macht allerdings deutlich, dass die Menge an täglich produzierten Sexualhormonen des Menschen weitaus höher ist, als die der durch die Nahrung aufgenommene. Zudem werden Letztere in der Leber rasch abgebaut und haben dadurch kaum eine Möglichkeit im menschlichen Organismus zu wirken. Somit ist nicht davon auszugehen, dass die durch die Milch aufgenommenen Hormone ein Gesundheitsrisiko für den Menschen darstellen.

Fazit

Zusammenfassend ist zu sagen, dass nicht anzunehmen ist, dass Milch eine Gefahr für unsere Gesundheit darstellt. Allein bei Auftreten von Akne, kann sich der Verzicht auf Milch und Milchprodukte unter Umständen positiv auf den weiteren Verlauf der Akne auswirken.
Ansonsten scheint der Konsum von Milch- und Milchprodukten sogar eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit zu haben. So senkt regelmäßiger Milchkonsum das Krankheitsrisiko einiger Krankheiten, wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs und ist ein bedeutender Calcium-, Eiweiß- und Vitamin B2- Lieferant. Aus diesem Grund empfiehlt die Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) täglich 3 Portionen an Milch- und Milchprodukte zu sich zu nehmen. Dabei sollten fettarme Produkte und Varianten bevorzugt werden.

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